Ruhrblicke - SANAA, Essen
Ein Besuch der Ausstellung "Ruhrblicke" erfreut nicht nur das Herz eines Fotografen. Das muß nicht nur mit den Ausstellungsstücken zu tun haben, denn auch das Gebäude gibt herrliche Ausblicke frei.
Unser zweiter Event nach der Sommerpause 2010, auch dieser wie der vorherige spontan angesetzt - so kam es, daß überwiegend "neue" Teilnehmer dabei waren. Äußerst positiv war, daß sich alle gut verstanden.
Manchmal erkundigt man sich vor dem Besuch einer Ausstellung in seinem Umfeld, wie diese denn so angekommen sei. Was "Ruhrblicke" betrag, so war das Ergebnis eher durchwachsen. Allerdings sollte man sich nicht allzu sehr von der Meinung Anderer beeinflussen lassen, sondern sich sein eigenes Bild bilden.
Im Preis enthalten war eine Führung. Wenn man wie wir schon einige mitgemacht hat, weiß man von den unterschiedlichen Qualitäten. Ein "Highlight" sind da sicherlich immer wieder die Führungen in der Ludwiggalerie Oberhausen. Was "Ruhrblicke" betraf, war unsere einhellige Feststellung, daß wir wenig von dem Gesagten mitbekommen hatten - was vielleicht auch an der Geräuschkulisse lag.
Wenn man in eine Ausstellung mit dem Namen "Ruhrblicke" geht, dann erwartet man auch solche. Fotos von Bernd und Hilla Becher oder Matthias Koch wurden dieser Erwartung völlig gerecht. Sie zeigten, auf unterschiedliche stilistische Weisen, das, was man gemeinhin bei dem Begriff Ruhrgebiet verbindet. Bei den Werken des einen oder anderen Künstlers fehlte dieser Bezug; auch kamen vereinzelt die Feststellungen auf, daß man "solche Fotos auch selber" machen könne. Insgesamt aber überwog der positive Eindruck, und ein Werk von Andreas Gursky, die digital bearbeitete "BVB-Wand" aus dem Westfalenstadion, sorgte dann noch in der gesamten Besuchergruppe durch einen vorlauten Einwurf eines unseres Teilnehmers für eine gewisse Heiterkeit.
Auch das SANAA-Gebäude machte Eindruck. Ganz besonders die Ausblicke auf das Zollverein-Gelände hatten es in sich.
Nach etwa einer Stunde war die Führung beendet. Im Cafe im Erdgeschoss liessen wir den Nachmittag bei interessanten Themen ausklingen. Somit war es insgesamt eine richtig nette Veranstaltung.
Fazit:
Ungewöhnliches Gebäude, überwiegend interessante Fotos, zahlreiche kostenlose Parkplätze und Fotografier-Erlaubnis (wichtige ruhrpott-aktiv-Kriterien).

Facts (Stand 1.9.2010):
Welterbe Zeche und Kokerei Zollverein Gelsenkirchener Straße 209 (Ecke Bullmannaue) 45309 Essen
Eintritt: 4,50 € www.zollverein.de / Wikipedia
Weitere Erlebnisberichte von ruhrpott-aktiv auf dem Ensemble Weltkulturerbe Zollverein: Zeche Zollverein / red dot design museum / Ruhr Museum
Weski, Thomas. Ruhrblicke, Ruhrviews


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