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A Star Is Born, Folkwang Museum, Essen PDF Drucken E-Mail
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Erlebnisberichte - Ausstellungen
Geschrieben von: ruhrpott-aktiv   
Samstag, den 18. September 2010 um 12:12 Uhr

Folkwang Museum EssenA Star Is Born, Folkwang Museum, Essen

Der Besuch der Ausstellung begann für uns mit einem Vortrag. Jill Furmanovsky, Rockfotografin und Begründerin des Londoner Rock Archivs, berichtete aus 35 Jahren Umgang mit den Großen der Rockmusik. Obwohl komplett auf Englisch gehalten, war dieser Vortrag phantastisch.

Ginge es in diesem Bericht ausschließlich um das Folkwang, würde sich eine Elegie über den Neubau erheben. Es soll aber die profane, dreckige, stampfende, mitreissende Rockmusik beschrieben werden - so der Plan. Allerdings läuft die Ausstellung nur noch bis Anfang Oktober, deshalb kurzes Statement: Absolut sehenwert! Hingehen! Besonders für Ü50 sehr interessant, Versinken in Erinnerungen, kurzum: Kurzfristig back to the roots.

Die Freizeitgruppe

Heute soll aber mehr darüber berichtet werden, was so bei einem unserer Events so passieren kann. Nun gehört es zum Prinzip unserer Artikel, niemals Fotos von Teilnehmern zu zeigen oder sie namentlich zu erwähnen. Es gibt andere Freizeitgruppen, bei denen das üblich ist - hier nicht. Trotzdem soll diesmal aus dem Nähkästchen geplaudert werden...

Das "Unheil" begann eigentlich damit, daß der Autor dieser Zeilen den Teilnehmer R. auf eine große blonde Frau hinwies, die mit ihrem Freund in der Ausstellung unterwegs war. Diese sei doch größer als R., wurde gemutmaßt, und ob R. die Frau nicht direkt mal nach deren Körpergröße befragen wolle. Natürlich wäre das unschicklich gewesen, aber R. ließ es sich nehmen, sich unauffällig in die Nähe jener Dame zu bewegen, auf daß der Autor auf die Entfernung abschecken könne, wie es denn nun um den Größenunterschied bestellt sei. Nun, liebe Leser - Sie liegen mit der Vermutung richtig, daß die Teilnehmer unserer Freizeitgruppe schon über 40 sind...

Nach obigem Intermezzo griff eine gewisse Ausgelassenheit um sich. So wurde, für Umstehende deutlich vernehmbar, behauptet, daß in den ersten 100 Sticky Fingers-LPs Original- Unterhosen von M.Jagger gesteckt hätten. Je länger ich über diese These nachdenke, umso mehr plausibel erscheint sie mir. Möglicherweise verwechsle ich aber auch, daß der damalige Reißverschluß in weiteren Coverpressungen wegfiel...

Ein Foto von David Bowie war der Anlaß für die nächste Aktion: Spontan wurden unsere weiblichen Teilnehmerinnen befragt, ob er denn ein schöner Mann sei? Wie mögen wohl die Antworten ausgefallen sein? Eindeutig. Nämlich: Nein. Aber: Interessant. Das meinten jedenfalls 50 %. Die anderen 50 % äußerten sich ähnlich.

Es gab viel zu sehen. Bei Marilyn Manson stellte einer der Anwesenden (selbstverständlich ein unbekannter, beliebiger Besucher der Ausstellung) die Frage, ob es in MMs Lebensweg nicht die Frage gegeben hätte, ob er in der Klapse landen oder Musiker werden solle? Das Ergebnis ist bekannt.

Eines der schönsten Fotos, gemessen an der Nähe zu einem herausplatzenden Lachkrampf bei dem Autor, zeigte die guten alten Who. Roger Daltrey sitzt im Vordergrund auf einer Stufe und schaut irritiert auf das Ensemble, das sich schräg hinter ihm aufgebaut. Auf einem Hocker sitzt John Entwistle, dem der hinter ihm stehende und feixende Keith Moon einen Finger an die linke Kopfseite hält. Auf der anderen, der rechten Seite des Kopfes, so scheint es, schaut der Finger aus Entwistles Kopf wieder heraus, was Pete Townshend völlig fertig zu machen scheint. Natürlich ist das Foto gestellt - aber es ist so humorvoll, daß man sich mehr von dieser Art gewünscht hätte. Denn Musiker, zumals damals die ungecasteten, hätten doch sicherlich Einiges in dieser Art zu bieten... Lachen

Nach der Ausstellung gingen wir, wie immer zum Abschluß eines Events, einen Kaffee trinken - diesmal im Cafe des Folkwang. Interessant war, daß dort auf den Tischen lt. Bedienung Bogenhanf stand (laut Recherche im Internet ein Spargelgewächs, was der Name erst mal nicht so versprach) - ansonsten ist das neue Cafe doch entschieden anders als das alte, heimelige, unsterile, lichtdurchflutete, mit positiven Erinnerungen an nette Begegnungen behaftete... Sie merken schon, liebe Leser: An dieser Stelle wird der Autor schon ziemlich subjektiv. Sei's d'rum. Lachen

Fazit:

Sehr gute Ausstellung, beeindruckender Neubau - aber müssen diese Preise sein? 8 € Eintritt, Tiefgarage 1,50 € pro Stunde, 3 € Cappuchino oder 3,60 € Latte Machiatto...

Facts:

Adresse:

Museumsplatz 1, 45128 Essen
Navigationsinformation: Bismarckstraße 60

Webseite / Wikipedia

Alle Angaben ohne Gewähr! / Routenplaner / Foto: Eingangsbereich Folkwang (oben), Werbung für die Ausstellung auf einem direkt in der Nähe wartenden EVAG-Bus (Mitte)

 

Kommentare 

 
#6 RE: A Star Is Born, Folkwang Museum, EssenErfindicus 2011-10-07 16:21
jetzt, wo steve jobs gestorben ist, fällt mir ein, daß man doch auch mal eine ausstellung über geniale erfinder machen könnte! wobei ich s.j-. nicht dazu zählen würde. der war zwar heute auf dem titelblatt der WATZ mit richtigen erfinden wie edison, benz und gutenberg zu sehen, und steve jobs hat sicherlich nix erfunden, sondern nur weiterentwickel t und vor allem sehr gutes marketing gemacht.... aber jedenfalls eine ausstellung über röntgen, bosch und konsorten, das wär doch was! wer greift meine idee auf, macht was daraus und drückt mir eine freieintrittska rte in die hand? 8)
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#5 RE: A Star Is Born, Folkwang Museum, Essenrock 2011-01-27 15:44
rock rock rock
around the clock
shock shock shock
in the hafendock!
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#4 RE: A Star Is Born, Folkwang Museum, EssenHart Mut 2010-10-01 13:33
Das Bild von den Who fand ich auch Weltklasse! Sehr komisch!! Der gute alte Keith Moon hat ja einen sehr brachialen Humor gemacht, manchmal grenzwertig, Friede seiner Seele. :-) Aber das wünsche ich mir mal, eine Ausstellung mit abgefahrenen, spektakulären, überraschenden Fotos! Wo man sich vor jedem Foto schräg lacht! So unter dem Motto Humor trifft Musik. Da ist mir die Star is born schon fast ein wenig zu bieder.

Meint Hart Mut
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#3 RE: A Star Is Born, Folkwang Museum, Essenalter knacker 2010-09-30 21:00
die rubettes habe ich nicht gesehen, bay city rollers nicht, t-rex nicht, uriah heep nicht, aber man kann ja nicht alles haben, wa?
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#2 RE: A Star Is Born, Folkwang Museum, EssenNormalo-Banause 2010-09-29 18:40
Ich hatte die Möglichkeit, innerhalb weniger Tage das Folkwang mit dem MARTa in Herford zu vergleichen. Dort ist der Eintritt 1 € günstiger, aber man bekommt dafür weniger zu sehen (Fläche? Werke?) - und was der Titel "Unsichtbare Schatten" mit den ausgestellten Bildern und Objekten zu tun hatte, das wird sich wohl nur der "Kunst-Elite" erschließen. :sigh:
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#1 RE: A Star Is Born, Folkwang Museum, EssenDavid Bowie grins 2010-09-23 07:39
Den Bericht kann ich nur bestätigen, die Ausstellung ist sehr beeindruckend. So viele Heroes :lol: auf einer "kleinen" Fläche.. Vermißt habe ich aber einen längeren oder mehrere als den einen wirklich sehr kurzen Kurzfilm. Übrigens fehlten Led Zeppelin und Deep Purple.

Fazit: Wie aber die Jugend sagen würde: Fette Ausstellung. Wenn sie überhaupt in Ausstellungen gehen würde. Findet sie ja uncool.

Bin ich abgeschwiffen? :lol:
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