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Auf den Spuren der Kumpel PDF Drucken E-Mail
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Erlebnisberichte - Industriekultur
Geschrieben von: ruhrpott-aktiv   
Sonntag, den 05. Juli 2009 um 19:16 Uhr

Zeche Rosenblumendelle MülheimBergbauwanderung über Zeche Rosenblumendelle, Mülheim

"Er hat aus nichts eine Menge gemacht" sagte eine Teilnehmerin nach der geführten Wanderung über die ehemalige Zeche in Mülheim-Heißen. Denn "Rosenblumendelle" gibt es nur noch rudimentär - dafür gab es sehr viele Infomationen, humorvoll und mit Liebe zum Detail präsentiert.

Veranstalter war der Iniativkreis Bergbau und Kokereiwesen e.V. aus Recklinghausen, und es wurde sehr professionell. Treffpunkt war ein Parkplatz; damit man sich erkannte, war ein Tisch aufgestellt worden, auf dem sich u.a. eine Grubenlampe, eine Statue der Hl. Barbara und ein großes Stück Kohle befanden.

Schon bald ging es durch eine ehemalige Zechensiedlung auf die Spuren der Kumpels. Früher, so erfuhren wir, liefen die Bergleute durch ihre Siedlung und pfiffen ihre Kameraden aus den Häusern, damit man gemeinsam zur Zeche gehen konnte. Es wurde uns überlassen, ob wir durch Pfeifen eine ähnliche Reaktion provozieren könnten. Womit niemand gerechnet hätte, geschah das Unglaubliche: Es wurde tatsächlich gepfiffen. Eigentlich untypisch für Erwachsene. Lachen

Neben den vielen Informationen war eines ganz besonders bei der Führung: Die Menge der sinnlich erlebbaren Details. So erhielt jeder Teilnehmer z.B. ein kleines Foto von einem Schild (siehe oben), das der Bergmann zu sich nahm, wenn er einfuhr. Es wurden zahlreiche Schwarz-Weiß-Fotos gezeigt, damit man eine Vorstellung davon bekam, wie es auf dem Gelände der ehemaligen Zeche mal ausgesehen hat. Wir erfuhren Details über die Graukaue, das Bullenkloster (Wenn man erst einmal weiß, was dieses Wort bedeutet, findet man die Bezeichnung sehr nachvollziehbar Lachen), die Lampenstube, den Unterschied von Förderturm und -gerüst, und wie groß eine Seilscheibe sein kann.

Für mich völlig überraschend (Ich regte mich gerade über ein Parkverbotsschild auf, das Ausnahmen für Diplomatenfahrzeuge gewährte) dann das obige Equipment, das hinter einer Ecke auf uns wartete: Die Ausrüstung eines Bergmanns. Auch hier: Anfassen - und vor allem: Das Gewicht einzelner Gegenstände erfahren. Für ein Ehepaar gab es noch eine Besonderheit: Die Hauerprüfung. Und für alle Teilnehmer ein Stück Eierkohle.

Fazit:

Veranstalter:

Iniativkreis Bergbau und Kokereiwesen e.V.

Wikipedia: Zur Rosenblumendelle / Erfahrungsbericht "Wenn es Nacht wird im Revier"

Bücher zum Thema Zechen im Ruhrgebiet

"Buttern unter Tage" - Zeichnung von Wolfgang Schlott

 

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