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Henrichshütte, Hattingen PDF Drucken E-Mail
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Erlebnisberichte - Industriekultur
Geschrieben von: ruhrpott-aktiv   
Freitag, den 25. April 2008 um 00:00 Uhr

Henrichshütte Hattingen Henrichshütte Hattingen

Neben einer großen Anlage, Ausstellungsräumen, Restaurant etc. bietet die Henrichshütte u.a. auch eine abendliche Führung mit Kleinkunstprogramm, die sogenannte "Spätschicht", an. An dieser nahmen wir im April 2008 teil, und es wurde für ein durchaus einschneidendes Erlebnis für die Freizeitgruppe "ruhrpott-aktiv"...

Wenn man Werbung für eine Freizeitgruppe macht (und das ist ja auch ein Sinn dieser Erlebnisberichte), dann ist es sicherlich vorteilhaft, alles im guten Licht dastehen zu lassen. Ende April 2008 konnte davon aber nicht mehr die Rede sein. Wir waren mit einer größeren Gruppe unterwegs, und von außen betrachtet war vermutlich alles in Butter. "Intern" traten aber Animositäten, Egozentriken und Unhöflichkeiten zutage, so daß der damalige Besuch etwas Einschneidendes für die Gruppe hatte. Bis Ende 2008 wurden deshalb die Events nicht mehr öffentlich angeboten, sondern mit dem "harten Kern" durchgeführt. Anfang 2009 erfolgte dann wieder die Öffnung nach außen.

Der Gastbeitrag

Damals wurden die Erlebnisberichte noch auf einem Blog bei einem der üblichen Anbieter veröffentlicht. Offensichtlich gab es eine besonders aufmerksame Mitleserin, die feststellte, daß zu dem Henrichshütte-Besuch kein Bericht erfolgte. Sie nannte sich "Reviersternchen", war eine Blogerin aus Witten und besonders 2007/08 sehr aktiv. Heute, 2009, scheint sie sämtliche Aktivitäten eingestellt und ihre damaligen Artikel gelöscht zu haben. Schade! Sie war (und ist vielleicht heute noch) eine engagierte Ruhrgebiet-Chronologistin!

Hier nun ihr Bericht:

Hallo, ich gehöre zwar nicht mit zu den Mitgliedern, aber ich schreibe trotzdem mal was zur Henrichshütte ;-) Der Artikel ist aus meinen Blog, habe hier allerdings noch an einigen Stellen etwas ergänzt.

Ein Werk mit Tradition - die Henrichshütte

Produziert wurde hier Eisen und Stahl. Das Hütte gab 10.000 Menschen Arbeit und war einer der wichtigsten Arbeitsgeber im Ruhrgebiet. Das seit 1854 existierende Werk schloss 1987 endgültig seine Pforten und die Hochöfen wurden nach und nach abgebaut und nach China weiterverkauft.

Heute gewährt die Henrichshütte einen Einblick in den Arbeitsalltag der Stahlarbeiter. Einer der drei Hochöfen existiert noch und ist begehbar. Von dort oben kann man einen schönen Panoramablick übers Ruhrgebiet genießen und man bekommt einen Eindruck, wie groß das Werk früher einmal war. Überall gibt es Informationstafeln und Videostreams. Ehemalige Mitarbeitern geben einen Einblick in die harte und gefährliche Arbeit der Metallarbeiter und erzählen aus ihrem Arbeitsalltag. Man muß also nicht unbedingt eine Führung mitmachen um sich ein Bild machen zu können. Trotzdem ist eine Besichtigung mit fachkundiger Begleitung sehr interessant. Wir haben erst die Führung mitgemacht und anschließend nocheinmal alleine das Gelände erkundet und sind der Meinung: Ein Ausflug zur Henrichshütte lohnt sich allemal.

Wissenswert ist noch, das sich auf dem Werks-Gelände auch ein Luftschutzbunker befindet. Er sieht aus wie ein ganz normaler Stolleneingang. Angesehen haben wir uns den allerdings nicht. Als wir da waren, fanden dort Besichtigungstouren statt. Ob das in diesem Jahr auch noch gemacht wird, weiß ich leider nicht.

Übrigens: Die Gebläsehalle wird heute für zahlreiche Veranstaltungen (z.B. Konzerte) genutzt.

LG und viel Spaß wünscht
das Reviersternchen

Die Spätschichtführung

Meine persönlichen Erinnerungen, 1 1/2 Jahre später, sind: Nette, lustige und interessante Führung durch einen kompetenten Studenten. Imposante Anlage mit vielen sensorischen Eindrücken. Das Kleinkunstprogramm war an jenem Abend allerdings etwas gewöhnungsbedürftig: Vielleicht ist es etwas pamphletisch, aber es spielte wohl eine Art DKP-Sangesgruppe. (Okay, wahrscheinlich ging es um historische Arbeiterlieder... *feix*). Hinterher noch ins das bordeigene Restaurant, das ja auch sehr nett ist.

Fazit:

Die Örtlichkeit und ihr Programm ist über jeden Zweifel erhaben.

Facts (Stand 30.11.09):

LWL-Industriemuseum Henrichshütte Hattingen
Werksstraße 31-33
45527 Hattingen
Fon: 02324 - 9247140
Fax: 02324 - 9247158

Webseite / Wikipedia

Öffnungszeiten
Di–So 10–18 Uhr, Fr 10–21.30 Uhr, Mo geschlossen (außer an Feiertagen), Ruhetage: 01.01.2010 sowie 24./25. und 31.12.2010
Eintritt: 6 €, mit ruhrtopcard einmalig kostenlos

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