Chemiepark Marl
So, dann will ich mal über unseren heutigen Event berichten. Um Mißverständnissen vorzubeugen, sei ausdrücklich vermerkt: Er ist von einem absoluten Chemie-Laien erstellt worden!
So, der Event fand auf einem noch aktiven Ankerpunkt der Industriekultur, dem Chemiepark Marl, statt. Er setzte sich durch eine ca. 40minütige Führung über zwei kleinere Ebenen und eine 80minütige Busfahrt über das Gelände zusammen. Die Fahrt wurde zudem unterbrochen, um von einem Hochhaus einen Blick (oder auch zwei) auf den Chemiepark werfen zu können... Der Startpunkt der Führung, das Informationszentrum, war für uns alle etwas schwierig zu finden. Eine Hausnummer 235 scheint es nicht zu geben - interessierte Besucher sollten sich an dem "Feierabendhaus" orientieren. Behilflich war uns der Werkschutz am Eingang des Tors 1, der sicherlich an diesem Tag häufiger nach dem IFZ gefragt wurde (Einige Teilnehmer berichteten von einem etwas knurrigen Verhalten des Pförtners.) Zu Beginn der Führung wurde ausdrücklich darauf hingewiesen, daß Fotographieren auf dem Gelände aus Gründen der Werksspionage verboten sei. Deshalb gibt's hier keine detaillierte Fotos - wer Näheres sehen will, sollte Google Maps oder Microsoft Earth bemühen.
So, die Führung begann mit einer ausführlichen Beschreibung des Geländes, die in eine ebenso ausführliche Bewerbung der ortsansässigen Firmen überging. Mindestens eine Teilnehmerin nutzte die Zeit (wie zuhause bei den TV-Werbesendungen) für einen Gang zum Klo. Wie man es von anderen Standorten der Industriekultur kennt, durften wir auch etwas ausprobieren: Ein Stück Kautschuk sowie ein Fußballschuh wurden herumgereicht.
So, dann ging es zur Busfahrt, die ein wenig von einer HP-Kerkeling-Taxifahrt hatte. Das Gelände ist riesig - das ist beeindruckend. Nun ist es für den Chemie-Laien schwierig, all die Informationen und Fachbegriffe, die während der Fahrt über die etwas zu laut eingestellten Lautsprecher verkündet wurden, zu behalten. Deshalb ist uns nur ein Begriff haften geblieben, der im Umfeld der der firmeneigenen Kläranlage fiel: Belebschlamm. Belebschlamm - was mag das sein? Auf jeden Fall hört er sich nach Bewegung und Veränderung an...
So, dann fielen uns noch zwei Sachen auf: Ein paar Häschen und sogar ein Fasan - und alle scheinbar nicht mutiert! Daß es anders sein könnte, darauf kann man wohl nur als Chemie-Laie kommen... Immerhin grenzt an den Chemiepark ein Landschaftsschutzgebiet! Auch befindet sich auf dem Firmengelände ein Bauernfeld. Die Ernte, so der Guide, verwendet der Bauer als Futtermittel für seine Tiere. Die Ernte wird sicherlich keimfrei sein, oder?
So, was mir noch erinnerlich ist: Der Chemiepark Marl bildet, was sehr löblich ist, jährlich 800 Azubis aus. Und es soll schon seit vielen Jahren kein Gebäude mehr gebrannt haben. Umweltschutz und Sicherheit seien halt auf sehr hohem Niveau! Und wer sich in den Finger schneidet, so habe ich den Guide verstanden, darf nicht zur Ambulanz gehen, sondern wird von der Tatütata abgeholt.
So, danach fuhren wir noch nach Marl-Hüls, um uns in einem Cafe an Getränken und Kuchen zu laben - natürlich wieder mit dem üblichen Spaß. Überhaupt werden die Teilnehmer sicherlich den Spaß, den wir bereits während der Busfahrt hatten, gut in Erinnerung behalten. Und aufmerksame Leser, welche die anderen Erlebnisberichte dieses Blogs kennen und sich fragen, warum jeder Absatz mit dem Wörtchen "So" beginnt - die sollten besser privat nachfragen.

Facts (Stand 1.12.08):
Chemiepark Marl Paul-Baumann-Straße 1 45764 Marl
Fon: 02365 - 499436 Fax: 02365 - 497375
www.infracor.de / Wikipedia
Öffnungszeiten Di-So 10-18 Uhr. Werksführungen (ca. 1,5 Std.) mit Bus: Abfahrt vor dem IC von April-Okt. Di+Do 11 Uhr, Sa+So 11 und 15 Uhr, Nov.-März Di, Sa, So 11 Uhr.
Eintritt: 2,60 € / Mit Ruhrtopcard kostenlos
Alle Angaben ohne Gewähr! / Routenplaner

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