Deutsches Bergbau-Museum Bochum
"Jährlich", so die Betreiber des Deutschen Bergbaumuseums Bochum, "vermittelt das Museum rund 400.000 Besuchern umfassende Informationen über alle Bodenschätze von vorgeschichtlicher Zeit bis heute. Mit einer Ausstellungsfläche von 12.000 Quadratmetern ist das DBM das bedeutendste Bergbaumuseum der Welt."
Was definitiv zutrifft - und wir auch sehr schnell erfuhren. Sahen wir doch in der Eingangshalle den Aufzug, von dem wir annahmen, daß er uns auf die 60 Meter hohe Aussichtsplattform bringen würde, eilten schnell hin und quetschten uns zu den anderen Fahrgästen - da fur die Maschine nur ein kleines Stück, öffnete die Türen: Und schon waren wir im Keller.
Und so roch es dort auch. Zuerst jedenfalls. Dort unten im Keller befindet sich ein 2,5 KM langer Rundgang, vorbei an den unterschiedlichsten Maschinen und Bergbau-Darstellungen. Allmählich bekam man eine Vorstellung davon, wie laut, dreckig, heiss und insgesamt anstrengend es unter Tage zugegangen sein muß. Man weiß gar nicht, wer den schwersten Job hatte: Die Arbeiter oder die Kanarienvögel, die bei austretendem Gas von der Stange fielen. Heutzutage sitzt man im Büro und regt sich (zu Recht!) über Feinstaub aus Laserdruckern auf - aber damals...
Oben und unten
Später fuhren wir hoch hinauf auf die Aussichtsplattform. Welch eine geniale Weitsicht! Und weil die Eindrücke so manigfaltig waren, ging's in die Cafeteria (der, unter uns, neueres Mobiliar und ein niedrigeres Preisniveau gut zu Gesicht stehen würde), um uns über das Gesehene auszutauschen. Wer denn wisse, was ein "Schwarzer Raucher" sei? Und ob bekannt sei, daß der Hl. Barbara, Schutzpatronin der Bergleute, der Kopf abgetrennt worden sei, aber nicht eindeutig bewiesen sei, daß sie überhaupt gelebt habe?

Eigentlich stand noch zur Debatte, den zweiten Teil der Ausstellung zu besuchen (Das Bergbumuseum hat wirklich eine Menge zu bieten!), aber das Wetter war zu schön. So entschieden sich die Meisten, einen kleinen Spaziergang durch einen naheliegenden Park zu machen. Dabei beschlossen wir, ruhrpott_aktiv bis zum Jahre 2029 fortzusetzen. In diesem Jahr wird ein Komet, so munkelt man, der Erde verdächtig nahe kommen, und außerdem wären wir dann ja allesamt (im Gänsemarsch und schneckenmäßig) mit Rollatoren unterwegs - was dann vielleicht nicht mehr so viel Spaß machen wird. Aber 21 Jahre sind eine lange Zeit, in der es noch viel zu erleben gilt.
Später ging's dann noch in eine sehr urige Kneipe. Es wurde eine Filmidee entwickelt (Tagebruch genau in dem Moment unter der Aussichtplattform, während wir dort oben stehen, Turm kippt langsam zur Seite). Neu war auch die These, daß man Rückschlüsse vom Sternzeichen auf die Künste als Sterne-Koch ziehen könne. Vielleicht sollte das mal im Rahmen einer größeren Freßorgie getestet werden. 
Fazit: Ein sehr schöner Nachmittag/Abend!
Fazit:
Sehr rundes und umfangreiches Angebot!

Facts (Stand 1.5.09):
Deutsches Bergbau-Museum Bochum Am Bergbaumuseum 28 44791 Bochum Fon: 01805 - 877234 Fax: 0234 - 5877111 www.bergbaumuseum.de / Wikipedia
Öffnungszeiten Di-Fr 8.30 - 17 Uhr; Sa, So, feiertags 10-17 Uhr. Geschlossen: montags sowie am 1. Januar, 1. Mai, 24.-26. und 31. Dezember. Letzte Grubenfahrt: 15.30 Uhr. Eintritt: 8,50 € / Mit Ruhrtopcard kostenlos
Alle Angaben ohne Gewähr! / Routenplaner / Fotos: Eingangsbereich Museum und Mond 
Bücher zum Thema Bergbau im Ruhrgebiet


|