Marina, Duisburg
In der Duisburger Marina traf ich all die, die eine Bedeutung hätten bekommen können. Doch Du warst die Erste, die bereits eine Bedeutung hatte. Nach 5 Jahren warst Du bereit, mich zu sehen. Was ich nicht wußte: Du warst gekommen, um gehen zu können.
Die Marina - ein Ort, an dem Ikonengott Chris Spedding spielen könnte. Doch er war weg, far away, und statt dessen spielte eine Karnevalströte, als wir uns das erste Mal in die Augen schauten. Der Boden war fest, und er blieb es, denn alles war so vertraut: Deine Stimme, Dein Lachen, Dein Räuspern, Deine Augen. Daß Du Lärm machen kannst, war mir neu, doch paßt es zu Dir.

Ich zeigte Dir einen Teil der Welt, und Du warst neugierig, um bis ans Ende zu gehen, bis in den Garten der Lehre. Und ich - ging für Dich bis in den Nebel. Nichts war glutgleissgrell, alles ruhte in sich und war warm. Manchmal, da wurden Klösse größer, und Angelo drehte auch den Ofen auf. Doch kehrte alles zurück dort hin, wo es hingehört: In die Mitte.

Vor 5 Jahren hattest Du mich erinnert, sehr und vielleicht zu viel - und vielleicht wäre Vieles anders geworden, wenn Du nicht bereit gewesen wärest, in die Berge zu flüchten. Heute weiß ich: Egal, wie spät es ist - wir wären mehr als drei Stunden auseinander. Und ich frage mich: Kann man Zeit überbrücken?
Webseite / Wikipedia
Bücher zur Duisburger Marina
 Größere Karte anzeigen
|