Archäologischer Park Xanten
Unangenehmstes Regenwetter war angesagt. So wunderte es nicht, daß morgens die Absagen quasi im Minutentakt eingingen. Und doch gab es ein paar Unentwegte, die sich sagten, daß man sich nicht nach dem Wetter richten solle, sondern das Wetter nach einem selbst.
Wie sich im Laufe des Tages herausstellte, hatte diese Truppe mindestens zwei Dinge gemeinsam: 1. Regen macht ihnen nichts aus, und 2. alle haben das Große Latinum (oder schon einmal davon gehört).
Als wir starteten, regnete es. Sanft und frühlingshaft. Doch schon bald änderte sich die Wetterlage: Während es gleich zu Beginn unter den Regenschirmen überhaupt nicht nässte, flogen die Wasserwolken dahin, und zeitweise kam sogar die Sonne hervor und wärmte mit ihren goldenen Strahlen. Und so bewahrheitete sich das, was wir schon beim letzten Event in Moers erlebt hatten: Wenn die Leute von ruhrpott_aktiv unterwegs sind, dann scheint die Sonne (und sei es nur für ein paar Stunden).
Viele Eindrücke
Viel, viel gab es zu sehen - und inspiriert durch die Magie des Ortes entstand folgendes Gedicht: "Wolke! / Wo bist Du hin? / So gehst Du mir / aus dem Sinn!" Und es gab auch Außergewöhnliches zu schmecken: In einer römischen Herberge aßen wir korrekt römisch. Es gab z.B. "Assatura in Collare cum Fungis Farneis", "Pullus Numidicus", "Piscis Alexandrium" oder "Diversis Gustus". Die Bedienung war sehr freundlich - allerdings blieb unsere Frage, ob die Römer das Bier warm getrunken hätten, unbeantwortet. Unsere Fragen, was "Kaffee" oder "Prost" auf Lateinisch bedeuten, haben wir dann erst gar nicht gestellt. Wir versuchten uns an römischen Spielen (Ringemühle! Delta-Spiel!) - und so waren wir ganze 7 Stunden unterwegs, im Archäologischen Park und auch kurz in Xanten.

Es war wieder einmal sehr interessant, zu erfahren, daß die Menschen auch früher kaum etwas Anderes im Sinn hatten als Eroberungen und Anbetungen. Technisch hingegen waren die Römer schon sehr weit - man denke nur an die Abwasserkanäle, den weit verzweigten Straßenbau oder gefederte Achsen von Transportmitteln. Auch schien die Geselligkeit einen hohen Rang zu haben, aß man doch gemeinsam im Liegen, und auch die Latrinae wurden gemeinsam genutzt. Einzig die heimlich aufgeschnappte Bemerkung eines "Schauspielers" (vermutlich im realen Leben Student), der während eines "Zeltlagers" agierte (besser: Herumstand und in ein Gespräch mit einer Bekannten vertieft war), irritierte. Sagte er doch wortwörtlich: "Ich könnte mir einen besseren Job vorstellen." 
Fazit:
Sieben Stunden Xanten mit vielen Eindrücken, die hier alle gar nicht wiedergegeben werden können - ein rundum gelungener Tag!

Facts (Stand 1.12.08):
LVR-Archäologischer Park Xanten Wardter Straße 46509 Xanten
Tourist Information Xanten Fon: 02801 9830-10/-11
kulturinfo rheinland Fon: 01805 743465 *
www.apx.lvr.de / Wikipedia / Erlebnisbericht RömerMuseum Öffnungszeiten 1. März - 31. Oktober täglich 9-18 Uhr, 1.- 30. Nov. täglich 9 -17 Uhr, 1. Dez. - 28./29. Feb. täglich 10 -16 Uhr.
Eintritt: 6,50 € / Mit Ruhrtopcard kostenlos
Alle Angaben ohne Gewähr! / Routenplaner
Fotos oben: Diverse Impressionen aus dem Archäologischen Park Xanten, letztes Foto: "Numeriertes" (Haha! In Wirklichkeit: numerisches) Essen
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