| Kino: Selbstgespräche |
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| Geschichten - Filmkritik |
| Geschrieben von: HonkyPonky |
| Samstag, den 29. November 2008 um 00:00 Uhr |
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Da treffen sich einige Menschen in einem Call-Center, und ihr Leben könnte zu diesem Zeitpunkt nicht schrottiger sein. Kaputte Ehe, utopische Karrierephantasien, Zusammenleben mit dem lethargischen Vater oder der Noch-Ehemann auf dem Absprung - und dann noch ein Job in einem Call-Center!... Und während die Story an- und weiterläuft, stellt der Zuschauer fest, daß die Akteure eines nicht können: Miteinander kommunizieren. Das kann mit allgemeinen Hemmungen zu tun haben oder damit, daß irgendetwas, und damit ist wirklich irgendetwas gemeint, wichtiger ist als: zuzuhören. Gespräche bleiben an der Oberfläche, bestehen aus Phrasen, huldigen der selbstgewählten Maske. Selbst die innigste Form der Kommunikation, ein spontaner Fick, bleibt kalt. Natürlich habe ich während des Films auch gelacht: Über eine (aber)witzige Sequenz, einen Wortwitz. Aber meistens war ich deprimiert. Und das aus zwei Gründen: Die Art und Weise, in der der Film mißlungene Kommunikation darstellt, wirkt sehr überzeugend und realistisch. Arme Menschen... Und dann noch: Ekelerregend, wie in dem Film Arbeitnehmer auf den Umgang mit Kunden getrimmt werden. Hatte ich doch selber kürzlich über drei Wochen lang in über 40 Telefonaten mit der Hotline eines sehr großen deutschen Unternehmens zu tun - und nun weiß ich, wie tief meine Gesprächspartner in ihren Nasen gebohrt haben, während sie Verständnis für mein Problem heuchelten... |